Hallo zusammen!

Herzlich willkommen auf meinem Blog, den ich anlässlich meines mittlerweile vergangenen Auslandssemesters an der University of the Sunshine Coast, Queensland, Australien zwischen Juli 2010 und Februar 2011 angelegt hatte. Darin habe ich euch hoffentlich nicht zu ausführlich von meinen Erlebnissen und Eindrücken vom anderen Ende der Welt berichtet und auch die ein oder anderen Fotos hochgeladen. Über Nachrichten und Kommentare von euch würde ich mich natürlich sehr freuen und wünsche euch hiermit viel Spaß beim Lesen und Stöbern in diesem Blog!

Roman

Samstag, 15. Januar 2011

Perth...

...und Umgebung habe ich in der vergangenen Woche zu sehen bekommen. Am Montag habe ich dafür am Abend nach der Sightseeingtour noch den Kings Park besucht, um mir von dort Perth im Sonnenuntergang anzuschauen. Es war einfach wunderschön und ich hatte genug Zeit, um noch ein Buch zu Ende zu lesen und darüber nachzudenken, wie viel Schönes ich im vergangenen halben Jahr erlebt und wie gut ich es eigentlich habe, dass ich gerade Anfang Januar im Sommer auf der anderen Seite der Welt in einer Stadt am indischen Ozean Urlaub machen kann.
Am Dienstag haben Maren und ich dann morgens unseren Mietwagen abgeholt, unser Gepäck im Hostel abgeholt, noch ein wenig Proviant eingekauft und dann begann unsere Fahrt nach Süden. Zunächst ging es entlang des Freeways Nummer 2 nach Rockingham, einem kleinen Ort, in dessen Sichtweite Penguin Island liegt. Diese ist entweder mit der Fähre erreichbar oder zu Fuß durchs Meer, denn eine etwa 800 Meter lange Sandbank verbindet das Festland quasi mit dieser kleinen Insel. Der Weg dorthin war sehr außergewöhnlich und als wir auf der anderen Seite angekommen waren, erzählte man uns, dass vor zwei Wochen zwei Leute auf dem Weg ertrunken seien...allerdings hätten sie sich auch etwas dumm verhalten. Penguin Island hielt dann das, was es versprochen hatte, denn wir konnten einige kleine Pinguine aus nächster Nähe sehen und marschierten einmal um die Insel, was allerdings auch nicht wirklich viel Zeit in Anspruch nahm. Anschließend ging es über die Sandbank zurück zum Festland, wo wir uns nach einer kurzen Pause wieder ins Auto setzten und den Weg nach Margaret River, einem Weinanbaugebiet, antraten. Wir fuhren jedoch einen Umweg, da wir noch einen Zwischenstopp am Cape Naturaliste machen wollten, wo wir auch gerade rechtzeitig zum malerischen Sonnenuntergang eintrafen. Von dort hatten wir eine weitere Stunde Fahrt vor uns und als wir im Ort ankamen, zogen wir wie Maria und Josef um die Hostels, die uns aber alle keine Unterkunft mehr bieten konnten. Letztendlich übernachteten wir nicht ganz weihnachtsgeschichtenmäßig in unserem Mietwagen auf dem Krankenhausparkplatz – macht man schließlich auch nicht alle Tage :-)
Gut schlafen konnte ich nicht wirklich, aber was soll's...wir waren ja da, um etwas von der Umgebung zu sehen. Deswegen fuhren wir nach dem Frühstück wieder etwas Richtung Norden, machten einen Stopp an einem Weingut und einen weiteren in Busselton, das den mit fast zwei Kilometern längsten Pier der südlichen Hemisphäre beheimatet. Dieser war allerdings wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt und so setzten wir kurze Zeit später unsere Reise fort, die uns zunächst wieder nach Margaret River führte, wo wir sowohl eine Schokoladen- als auch eine Käsefabrik besichtigten, in denen wir uns durch die verschiedenen Produkte durchprobieren konnten. Von dort peilten wir als nächstes Augusta an, machten aber noch eine Mittagspause am Strand in der Hamilton Bay. Danach fuhren wir dann durch Augusta weiter Richtung Ozean zum südwestlichsten Punkt der australischen Landmasse, dem sogenannten Cape Leeuwin. Dort wollte man allerdings 5 AUD von uns, nur um vom Parkplatz noch ein paar Meter weiter zum schönen Leuchtturm zu gehen, was wir jedoch ablehnten und stattdessen lieber noch ein paar Fotos vom Lookout schossen. Im Anschluss machten wir uns dann auf den Weg gen Osten nach Pemberton, etwa zwei Fahrtstunden entfernt, wo wir im örtlichen Backpackers noch ein ziemlich gutes Zimmer bekommen haben, in dem ich wenigstens mal ein paar mehr Stunden zur Ruhe kommen konnte.
Für den nächsten Morgen hatten wir uns eine kleine oder eher große Herausforderung ausgesucht. Dafür fuhren wir zum örtlichen National Park, der den mehr oder weniger bekannten Gloucester Tree als Attraktion führt. Dieser Baum der Karri Tree Familie ist 61m hoch und deswegen wurde er früher auch dafür genutzt, Waldbrände in der Umgebung frühzeitig zu erspähen. Dafür muss man aber natürlich erst einmal hinaufkommen und dafür haben die Ranger vor Jahrzehnten Metallstangen in den Stamm getrieben, auf denen man wie auf einer Leiter bis zur Plattform in windiger Höhe hinaufklettern kann. Viele Besucher waren nicht dort, aber wir haben es gewagt und es hat sich auf jeden Fall gelohnt, zumal man natürlich von oben eine super Aussicht hatte. Von dort ging es weiter zum Shannon National Park, in dem es außer hohen Bäumen nichts anderes zu sehen gab, weswegen wir auch schnell weiter ins Valley of the Giants fuhren. Dort machten wir einen Tree Top Walk, auf dem man in etwa 40m Höhe zwischen den Baumwipfeln spaziert...es war - sagen wir mal - ganz nett, aber den Eintritt nicht wert. Als nächstes steuerten wir den Greens Pool, einen Strandabschnitt mit türkisblauem Wasser, an, um dort Mittagspause zu machen und für die anstehende Rückfahrt auszuruhen, die uns bevorstand. Dafür tankten wir noch im australischen Denmark und dann ging es die 400km zurück nach Perth bzw. Fremantle, wo ich mein Hostel für die Nacht hatte. Dort musste ich mich dann von Maren verabschieden, mit der ich eine tolle Woche an der Westküste hatte, da sie wieder zu ihrem Stammhostel nach Perth weiterfuhr.
Nach einer unruhigen Nacht, da mein Zimmer direkt an den Partyhinterhof grenzte, bin ich früh aufgestanden und habe einen Schnelldurchlauf durch Fremantle, einer kleinen alten Hafenstadt, die dieses Jahr auch Austragungsort der Segel-Weltmeisterschaften sein wird, gemacht, anschließend gepackt, ausgecheckt und zum Bahnhof marschiert, von wo ich die Reise zum Flughafen antrat. In der Bahn kam ich mit zwei Holländern ins Gespräch, die auch zum Flughafen mussten, der fast 90 Minuten von Fremantle entfernt liegt, aber ich war ja zum Glück rechtzeitig losgefahren. Am Flughafen klappte dann alles reibungslos, der Flug war auch ok, aber ab dem Landeanflug taten meine Ohren so weh, da ich seit dem Indian Pacific auch ziemlich erkältet bin. Der Weg zum Hostel in Adelaide war auch relativ unkompliziert und nach einer guten Mütze Schlaf kann ich wenigstens auch wieder etwas mehr hören als gestern Abend noch.
Gleich werde ich vielleicht noch auf das Schützenfest gehen, da es rund um Adelaide eine ziemlich große deutsche Gemeinde gibt, morgen findet das Auftaktrennen zur Tour Down Under statt, wo ich hoffe, noch ein Foto mit Lance Armstrong erhaschen zu können, und am Montag werde ich bei der deutschen Gemeinde mal zum Tischtennistraining gehen :-)

Weniger als vier Wochen noch...ich freue mich schon!

Roman

1 Kommentar:

  1. Ach, kleiner Bruder, schöne Sachen hast du da in der letzten Woche wieder erlebt (und - nebenbei bemerkt - auch einige schöne Fotos geschossen!) Bin jetzt schon gespannt auf den riesigen restlichen Berg an Bildern, die wir in einem Monat zu sehen bekommen werden. :-)
    Lass bis dahin noch ein paar eindrucksvolle hinzukommen und genieß deine restlichen vier Wochen in Australien! Die werden bestimmt noch toll werden!

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