Hallo zusammen!

Herzlich willkommen auf meinem Blog, den ich anlässlich meines mittlerweile vergangenen Auslandssemesters an der University of the Sunshine Coast, Queensland, Australien zwischen Juli 2010 und Februar 2011 angelegt hatte. Darin habe ich euch hoffentlich nicht zu ausführlich von meinen Erlebnissen und Eindrücken vom anderen Ende der Welt berichtet und auch die ein oder anderen Fotos hochgeladen. Über Nachrichten und Kommentare von euch würde ich mich natürlich sehr freuen und wünsche euch hiermit viel Spaß beim Lesen und Stöbern in diesem Blog!

Roman

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Sydney...

...bescherte mir den wohl bisher ungewöhnlichsten Heiligabend meines Lebens. Nach der Vesper gab es zunächst ein wirklich gutes australisches BBQ im Hostel mit Kängurusteaks, Punsch usw. bevor es anschließend mit der Gruppe in den um die Ecke liegenden Irish Pub ging. Dort saß ein schwarzer Weihnachtsmann an der Karaokemaschine und hat den Laden unterhalten, zu Mitternacht gab es Hot Dogs umsonst, später wurden Werbegeschenke verteilt und das Bier floss  in Strömen...all das war zwar ganz nett, hatte aber nichts mit meinem gewohnten Weihnachten zu tun.
Am nächsten Morgen bin ich dann wieder früh aufgestanden, um mit zuhause zu skypen...schon seltsam, die eigene Familie nur auf dem Laptop beim Weihnachtsessen zu sehen, aber schön war es trotzdem. Danach habe ich mich aber wieder hingelegt, da ich vorher doch zu wenig Schlaf bekommen hatte, und später bin ich nur mal eine Runde um den Block gegangen, was allerdings auch schon nur schwer möglich war, da mein linker Fuß seit der Belastung durchs Joggen und die Stadtführung extrem weh tut, aber Voltaren und Tape sollten das hoffentlich bald wieder in den Griff bekommen. Auf meinem Weg bin ich dann noch an einer Weihnachtsfeier für Obdachlose vorbeigekommen, die auf zwei abgesperrten Straßen stattfand, wo ich mich dann aber nicht an den Ständen angestellt habe, die Essen umsonst verteilten :-) Anschließend begab ich mich im Hostel an die Planung der nächsten Tage, was auch für meinen Fuß wohl das beste war.
Am Sonntag war für 9 Uhr ein Pancake Frühstück angesetzt, für das die meisten Hostelbewohner auch extra aufgestanden waren, aber letztendlich wurden die Pancakes erst gegen 11 Uhr gebacken, was der Stimmung am verregneten Morgen nicht unbedingt weiterhalf.  Zudem startet am Boxing Day, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, traditionell ein Yachtrennen von Sydney nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens, dessen Start wir uns von der Oper aus angucken wollten, jedoch starteten die Boote wesentlich weiter östlich, sodass wir das Spektakel nur aus der Ferne beobachten konnten. Von der Oper gingen wir weiter zum Darling Harbour, an dessen Ufer etliche Museen und sonstige Attraktionen ihre Standorte haben, und dort besuchten wir zunächst das Sydney Wild Life und anschließend das Aquarium...beides nicht atemberaubend, aber ganz in Ordnung, zumal wir ein Ticket für 50 AUD gekauft hatten, in dem zusätzlich die Eintritte zum Sydney Tower und zur Ocean World Manly beinhaltet waren. Danach marschierten wir noch etwas durch die Stadt vorbei an der Town Hall und durch das Victoria Building (einem exquisiten Kaufhaus), stärkten uns bei Subway und nach wieder einmal etlichen Kilometern waren wir am späten Nachmittag wieder im Hostel angekommen. Nach dem Abendessen sind wir noch in eine Bar gegangen, in der es laut einem Plakat im Hostel dort ein Getränkespecial geben sollte. Das Plakat war anscheinend etwas veraltet und so sind wir dann lieber wieder in den Irish Pub gegangen, allerdings auch nur für einen Irish Cidre.
Am Montagmorgen zeigte sich der Himmel über Sydney weniger freundlich, denn es regnete und es hatte sich auch auf etwa 21°C abgekühlt, sodass nach langer Zeit nochmal mein Pulli zum Einsatz kam. Der Vormittag war für mich dann ziemlich langweilig, weil Fabi und Bina nur schnell einen Teil ihrer Reise im Reisebüro buchen wollten, was dann doch zweieinhalb Stunden gedauert hat. Danach sind wir zum Bahnhof gegangen, sind aber im Endeffekt doch wieder zu Fuß im Regen die 25 Minuten in die Stadt gelaufen, weil Bina das Bus-, Bahn- und Fährenticket für eine Woche zu teuer war. Dort waren wir dann im ziemlich langweiligen Museum of Contemporary Art, in einem Haus aus der Gründungszeit Sydneys, auf dem The Rocks Market (The Rocks war das zuerst besiedelte Viertel von Sydney, heute unterhalb der Harbour Bridge), vor dem Löwenbräu (wo uns der 22 AUD Maßpreis etwas verärgert hat), im The Rocks Museum und am Ende noch im Victoria Building, das ein riesiges Kaufhaus, vergleichbar mit der Galerie Lafayette in Paris, beheimatet. Danach habe ich mir dann allein mein Wochenticket für den ÖPNV gekauft und bin gemütlich zurück zum Hostel gefahren, worüber sich die Bänder und Sehnen meines Fußes sichtlich gefreut haben :-) Der Rest des Tages ging ohne weitere Highlights vorüber und in der Nacht sank die Quecksilbersäule deutlich unter die 20°C Marke, was man in den schlecht isolierten Zimmer deutlich spürte.
Für Dienstag hatten wir uns vorgenommen, die Stadtteile auf der anderen Seite der Harbour Bridge zu erkunden. Dafür setzte ich mich zunächst in den Zug zum Fährhafen, von wo wir die Fähre nach Manly nahmen. Dort besichtigten wir die Oceanworld, die jedoch ziemlich langweilig im Vergleich zum Sydney Aquarium war. Danach statteten wir dem örtlichen Aldi einen Besuch ab bevor wir uns zum Strand bewegten, um dort Mittagspause zu machen. Im Anschluss liefen wir entlang eines Scenic Walkways an der klaffen Küste wieder zurück zum Hafen, von wo es mit der Fähre zurück nach Sydney ging. Am Abend des Cheap Tuesdays holten wir uns erst einmal noch eine leckere Pizza bei Domino's bevor wir später in der World Bar, die für ihre Cocktails in Teekannen bekannt ist, noch ein Freigetränk abstaubten. Dort war es im Prinzip sehr lustig, aber auf der anderen Seite auch viel zu teuer, weswegen wir nicht all zu lange blieben.
Am Mittwochmorgen haben wir bei Peter Pans zum Glück noch einen Trip in die Blue Mountains buchen können und auch mein Hostel in Canberra war dort wesentlich günstiger als bei hostelworld im Internet. Danach bin ich mit der Bahn in die Stadt gefahren, während die Bina und Fabi wieder gelaufen sind, und habe mich in den chinesischen Garten anscheinend durch eine Hintertür geschmuggelt, da ich erst beim Ausgang bemerkte, dass ich eigentlich 6 AUD Eintritt hätte zahlen müssen. Danach habe ich die beiden anderen wieder getroffen und wir sind zum sehr gut gemachten Marine Museum und zum Fischmarkt gelaufen, der jedoch wenig spektakulär war. Wesentlich eindrucksvoller war allerdings die Aussicht vom 309m hohen Sydney Tower, insbesondere bei dem tollen Wetter, das auch laut Vorhersage bis Neujahr so bleiben soll. Nachdem wir wieder unten angekommen waren, haben sich unsere Wege getrennt und ich war etwas unentschlossen, was ich mit dem Rest des Tages anstellen sollte. So bin ich erst etwas planlos mit der Bahn durch die Stadt gefahren und habe dann unglücklich die Fähre zum Olympic Park um zwei Minuten verpasst, weswegen ich zurück zum Hostel gefahren bin. Von dort bin ich aber noch mit Bahn und Bus nach Bondi Junction bzw. Bondi Beach gegondelt, wo selbst am späten Nachmittag noch die Hölles los war.
Morgen geht es dann mit einer geführten Tour in die Blue Mountains, wo die weltbekannten Three Sisters auf den täglichen Touristenandrang warten. Und übermorgen ist auch schon Silvester, das wir wahrscheinlich ab dem frühen Morgen am Ms. Macquarie Point verbringen werden, um von dort um Mitternacht einen erstklassigen Blick auf das Feuerwerk zu haben. Mal gucken, ob wir diesen Platz tatsächlich ergattern können...euch wünsche ich jedenfalls, wo auch immer ihr den Jahreswechsel verbringen werdet, einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011! Feiert schön und mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen!
    
Roman

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten...

...aus Sydney!!! Dort sind wir gestern nach einem angenehmen etwa dreistündigen Flug angekommen. In Cairns hatte es immer noch schwer geregnet, aber in Sydney empfingen uns gutes Wetter und dreißig Minuten nach einem kurzen Telefonat mit dem Hostel auch der Fahrer des Shuttlebusses, der uns kostenlos zum Hostel brachte. Dieses machte auf jeden Fall schon mal einen besseren Eindruck als das Asylum in Cairns, aber das war auch nicht schwer. Danach begaben wir uns direkt mal auf die erste kleine Entdeckungstour in den gar nicht mal so weit entfernten botanischen Garten, von dessen Endpunkt man einen Postkartenblick auf die berühmte Oper und Harbour Bridge hat. Abends liefen wir dann noch einmal durch das Rotlichtviertel, an das unser Hostel quasi angrenzt, und das wars dann eigentlich schon für den ersten Tag in Sydney.
Heute hatte ich mir dann etwas eher ungewöhnliches vorgenommen und bin bereits um 5:25 Uhr aufgestanden (obwohl ich in der Nacht wegen der betrunkenen Engländer im Zimmer auch nicht viel Schlaf bekommen hatte), um im Sonnenaufgang zur Oper zu joggen...einfach nur traumhaft!!! Leider hatte der botanische Garten noch geschlossen, sodass ich um ihn herum laufen musste, aber vor der Oper hatte ich dann wenigstens das Glück, ein Foto mit nur mir auf der Treppe schießen lassen zu können, auch wenn ich vielleicht nicht die beste T-Shirt-Farbe für diese Foto gewählt hatte. Danach bin ich dann noch weiter zur Harbour Bridge gelaufen und dann den ganzen Weg wieder zurück. Im Hostel war ich dann verständlicherweise auch der Erste beim Frühstück und um 9:45 Uhr ging es mit der Fußarbeit direkt weiter, weil wir eine Stadtführung mitgemacht haben, die über drei Stunden gedauert hat und sehr interessant war. Die Bezahlung des Führers konnte man am Ende selber wählen, denn darauf basiert wohl die Geschäftsidee. Nach der Führung haben wir uns noch die Art-Gallery im botanischen Garten angeschaut, die sehr groß und etwas verworren aufgebaut war, aber trotzdem viel interessante Werke zu bieten hatte. Um etwas Weihnachtsflair im warme Sydney zu erhaschen, sind wir eben in eine Vesper in der St. Mary Cathedral gegangen, die allerdings für meinen Geschmack furchtbar war und keineswegs mit den Weihnachtsgottesdiensten in Seelscheid mithalten kann. Hoffentlich sind Fabi und Bina so loyal und begleiten mich morgen noch in einen protestantischen Gottesdienst, denn das gehört für mich zu Weihnachten einfach dazu. Gleich gibt’s hier im Hostel wenigstens noch ein großes Weihnachts-BBQ, bei dem man bestimmt noch einige Leute kennenlernen wird und etwas weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt.
Gerade jetzt wäre ich wirklich gern zuhause, in gewohnter Umgebung, mit der Familie, mit den üblichen Ritualen, mit Weihnachtsbaum, mit Kaminwärme, mit Geschenken...ich will mich nicht beschweren in Sydney sein zu müssen, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist :-)
Also nochmal von Herzen: Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Weihnachtstage! Ich wär' gern in eurer Nähe oder hätte euch jetzt gerne in Sydney! Wenigstens zum Weihnachtsessen zuhause muss ich mich per Skype nachher mal einschalten :-)    

Euer Roman

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Cairns...

Nach den zwei Wochen im Campervan waren wir verständlicherweise froh, endlich wieder ein festes Domizil zu haben, aber an was für ein Hostel wir da geraten waren, hatten wir bei der Buchung im Internet wirklich nicht erwartet. Zum einen ist es ziemlich alt, heruntergekommen, nicht gerade sauber, unser Zimmer hat keine Klimaanlage, Ameisen laufen überall, man muss bei der Nutzung der Computer das T-Shirt vom Hostel tragen...und dann auch noch dieses Personal, das einfach so verplant ist, und der Großteil der anderen Gäste, die in der Regel vormittags  schon wieder anfangen zu trinken, da sie sonst den Kater vom Vorabend nicht ertragen. Wir haben uns so gut wie möglich damit arrangiert und ein paar positive Punkte konnten wir auch noch entdecken. Allen voran der Preis mit umgerechnet 11€ pro Tag ist natürlich unschlagbar, das All-you-can-eat-BBQ am Freitag war wirklich gut und das organisierte Barhopping am Montag war sehr lustig.
Was gibt es sonst zu Cairns zu sagen? Es gibt im Prinzip nicht viel zu sehen, einige wenige Museen vielleicht, ein paar Shoppingcenter, die schöne Lagune an der Esplanade...und natürlich die Partyszene, um die sich eigentlich alles in dieser Stadt dreht. Dementsprechend verschlägt es sehr viele Backpacker hierhin, die entweder ihre Trips an der Ostküste hier beginnen oder ausklingen lassen. Das Klima ist tropisch, deswegen zur Zeit im australischen Sommer sehr warm und feucht, wobei es allerdings meistens nachts regnet...zum Glück! Bedingt durch das Klima sind auch sehr viele Insekten unterwegs, die uns nachts immer zerstochen haben, aber darüber kommt man ja noch hinweg. Ein weiteres Problem hier in Cairns sind die Aborigines, die überall in der Stadt herumlungern und eigentlich permanent betrunken sind. Deswegen dürfen die Liquorstores hier auch erst nach 16 Uhr Goon (den Billigwein) verkaufen, aber ob diese Regel wirklich etwas bringt, wage ich mal zu bezweifeln. Außerdem soll man nachts nicht alleine durch die Parks laufen, aber so viele Parks gibt es hier sowieso nicht.
Und was macht man dann also in einer Stadt, in der es immer viel zu warm und schwül ist und in der es nichts zu sehen gibt? Richtig, nicht viel. Wir haben wenigstens unseren Schlafrhythmus wieder etwas ausbauen können, sind durch die Stadt gelaufen und an der Lagune gewesen und abends ging es immer ins Wool Shed – eine Bar, in der die Gutscheine vom Hostel fürs Abendessen eingelöst werden mussten und wo später die Tische abgebaut wurden, um die Tanzfläche zu erweitern.
Am Sonntag bin ich sogar noch beim Tischtennisclub von Cairns gewesen und habe dort ein paar Stunden gespielt. In der Halle herrschten für Tischtennis unmögliche Temperaturen und Luftfeuchtigkeitsverhältnisse, da eine Klimaanlage nicht bezahlbar wäre, und dementsprechend endete fast jeder dritte Ballwechsel damit, dass der Ball vom nassen Schläger in irgendeine Richtung rutschte. Es war aber auf jeden Fall cool, nach einem Monat nochmal TT zu spielen und mit dem Chef dort habe ich mich auch noch lange unterhalten, da er in den letzten Jahren bereits zwei deutsche Tischtennisspieler (Alex Fischer – 2. Bundesliga, Patrick Wuertz – Oberliga), die mir vom Namen auch beide geläufig waren, in seiner Halle gehabt und einen von ihnen sogar für einige Monate bei sich aufgenommen hatte.
Ansonsten habe ich mittlerweile endlich die Bestätigung – zwar nicht in Briefform – dass mir mein Touristenvisum gewährt wurde, aber ich warte immer noch darauf, dass mir Matt aus UniCentral ein Paket nachschickt, das leider nicht vor meiner Abreise von dort angekommen ist und bisher konnte ich ihn noch nicht telefonisch erreichen...hoffentlich klappt das demnächst mal.
Morgen geht es dann also endlich nach Sydney, der Stadt meiner Träume...um 6:30 Uhr werden wir vom Airport Shuttle abgeholt und um 9:25 Uhr geht der Flug, sodass wir ungefähr drei Stunden später in Sydney landen sollten. Von dort werdet ihr dann demnächst bestimmt Spannenderes erfahren und neue Bilder sollten auch bald hochgeladen sein :-)
Euch allen gute Fahrt beim „Driving home for Chrismas“!!!

Roman

Freitag, 17. Dezember 2010

Sippy Downs to Cairns...

...so lautete der erste Abschnitt unseres Roadtrips, den wir vor zwei Wochen angetreten haben. In der Zwischenzeit haben wir so viele tolle Sachen gesehen und erlebt, sind 2425km über die teilweise sehr löchrigen Straßen Queenslands mit maximal 110km/h gedüst, haben keine Nacht auf einem offiziellen Campingplatz verbracht und jetzt sitze ich gerade bei bereits über 30°C und ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit in unserem ziemlich heruntergekommenen Hostel in Cairns, das aber auch nur 15$ pro Tag inklusive Frühstückchen und Abendessen kostet und einen halbwegs akzeptablen Internetanschluss bietet. Während der Reise habe ich unsere Erlebnisse immer nur in meinem kleinen Notizbuch festhalten können, werde die Tage jetzt aber nochmal chronologisch kurz zusammenfassen:
3. Dezember 2010: Bina und Fabi hatten am Vormittag den Campervan in Brisbane abgeholt, sodass wir ihn danach mit unserem ganzen Zeug aus Sippy Downs beladen konnten und gegen 17 Uhr starteten wir bei einsetzendem Regen unsere erste Etappe ins bereits bekannte und nicht ganz so weit entfernte Noosa. Dort fielen uns beim Spaziergang durch Noosaville vor allem die vielen Papageien und Fledermäuse (mit bis zu einem Meter Spannweite) auf, bevor wir unser erstes Abendessen auf dem Gasherd im Camper kochten und  danach den Van so umbauten, dass er Schlafplätze für drei Personen bot. Allgemein sollten wir in den nächsten zwei Wochen unseren Schlafrhythmus der Sonne anpassen, was bedeutete, dass wir vergleichsweise früh ins Bett gingen und auch schon fast mit Sonnenaufgang wieder aufstanden.
4. Dezember 2010: Mit Rückenschmerzen erwachte ich am nächsten Morgen, da mein knapp 45cm hoher Schlafplatz unterm Dach auf drei Holzbrettern nicht wirklich bequem und vor allem noch ungewohnt war. Nach dem Frühstück fuhren wir zum National Park, doch nach den ersten Metern dort begann es wieder heftigst zu regnen, weswegen wir zu Peter Pan's Reisebüro fuhren, um unsere Ausflüge auf Fraser Island und die Whitsunday Islands zu buchen. Deswegen mussten wir uns danach auch schon auf den Weg nach Rainbow Beach machen, da dort am nächsten Tag die Fähre nach Fraser Island ablegen sollte. Auf dem Weg dorthin machten wir noch Halt an einem Aussichtspunkt, der jedoch total vernebelt war, wunderten uns über die sehr hügeligen Straßen, sahen Wildpferde am Straßenrand und wünschten uns besseres Wetter herbei. Im winzigen Rainbow Beach haben wir uns dann nur auf die nächsten zwei Tage auf Fraser Island vorbereitet und auf dem Parkplatz im „Stadt“-Zentrum übernachtet.
5. Dezember 2010: Nach dem Frühstück am Strand sind wir zum Treffpunkt für den Fraser Trip gefahren, wo wir zufälligerweise auch noch Sandra von der USC getroffen haben, die die Tage zuvor auf Fraser verbracht hatte. Gegen 10 Uhr wurden wir dann von Steve, unserem Fahrer und Führer für die nächsten beiden Tage, abgeholt. Mit an Bord des umgebauten Geländewagens waren noch zwei Irinnen, eine für SAP arbeitende Frau aus Singapur und ein deutsches Pärchen, das in Auckland studiert hatte. Bevor es zur Fähre ging, musste noch etwas Luft aus den Reifen genommen werden (Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt), Steve's Atemalkohol wurde von der Polizei kontrolliert und dann setzten wir auch schon auf die nur wenige Kilometer vorgelagerte Insel über. Dort düsten wir dann am Strand erst einmal 40km nach Norden zum Basislager, wo Subs zum Mittagessen gereicht wurden, und danach ging es weitere 30km nach Norden an bunten Gesteinsformationen vorbei zu einem Schiffswrack, das die Japaner während des Zweiten Weltkrieges beim Abschleppen in einem Zyklon verloren hatten und das später als Ziel für die Australische Luftwaffe genutzt wurde. Ins Meer durften wir leider nicht gehen, da vor Haien, Quallen und den starken Strömungen gewarnt wurde, aber später sollte es sowieso wieder zu regnen beginnen. Anschließend fuhren wir ins Landesinnere, wo die Straßen ziemlich ausgefahren und dementsprechend hubbelig waren. Dort war zunächst ein weiterer Aussichtspunkt das Ziel, von wo aus wir später zu einer riesigen Düne und dem mit 11m tiefsten See der Insel marschierten. Später wanderten wir noch durch einen der vielen Creeks (Wasserläufe) und dann ging es endlich völlig durchnässt zum Hostel im Basislager, das besser als erwartet war. Ein BBQ-Buffet am Abend und ein paar Bier in der Bar rundeten den ersten Tag auf Fraser sehr gut ab.
6. Dezember 2010: Um 6:30 Uhr mussten wir schon wieder zum Frühstück antanzen und danach ging es wieder in den Regenwald auf der Insel, wo wir eine kleine Wanderung unternommen, Lizards und anderes Getier gesehen haben und letztendlich an einem See mit fast schneeweißem Sandstrand ankamen. Nachdem dort der gewöhnliche Regenschauer einsetzte, fuhren wir weiter zum Brown Lake, der von Teebäumen braun gefärbt war, und auf dem Rückweg zum Camp haben wir dann tatsächlich noch freilebende Dingos bewundern können, die am Strand auf Nahrungssuche waren. Danach fuhren wir wieder zur Fähre und nach dem Übersetzen zurück nach Rainbow Beach, von wir uns mit unserem Camper noch am gleichen Tag auf den Weg nach Hervey Bay machten. Nach unserem üblichen BBQ am Abend wurden wir nett von einem Security-Mann darauf hingewiesen, dass wir auf unserem geplanten Platz nicht übernachten dürften, aber er gab uns sogar noch den Tipp, dass wir einfach vor dem Hostel um die Ecke parken sollten, was wir dann natürlich auch taten.
7. Dezember 2010: In Hervey Bay konnten wir morgens zum ersten Mal während unseres Roadtrips im Meer baden gehen, danach gingen wir noch über einen fast 800m langen Pier, auf dem etliche Angler ihr Glück versuchten, und in den botanischen Garten, der jedoch nicht viel zu bieten hatte. Im Anschluss setzte ich mich erstmals an das Steuer unseres Gefährts und lenkte es bis nach Bundaberg, der Rum-Hauptstadt Australiens, in der wir auch eine Führung durch die Bundaberg-Destillerie mitmachten, an deren Ende das Produkt zum Glück auch noch verkostet werden durfte. Von dort ging es weiter nach Agnes Water und nach 1770 (weil James Cook in diesem Jahr dort landete), wo wir letztendlich die Nacht verbrachten.
8. Dezember 2010: Am Morgen flüchteten wir recht zeitig von unserem Stellplatz, da angeblich eine Strafe drohte, der wir so noch entgehen konnten. Unser nächstes Ziel lautete Rockhampton, wo wir zunächst die Touristeninformation ansteuerten und anschließend einen ganz verranzten Waschsalon aufsuchten, in dem andere Deutsche nach dem Waschen mehr Käfer als vorher in ihren Klamotten gefunden hatten, aber bei uns ging alles gut. Rockhampton bot außerdem einen kostenlosen Zoo und einen botanischen Garten, aber warum man dafür nichts bezahlen musste, wurde uns klar, nachdem wir ihn betreten hatten. Alles war ziemlich heruntergekommen und sah sehr ungepflegt aus, weswegen wir uns dort auch nicht all zu lange aufhielten. Danach wollten wir noch in die Art Gallery, die allerdings schon geschlossen hatte und deswegen machten wir uns schon auf die Suche nach einem Grill- und Schlafplatz. Die Suche führte uns nach Yeppoon, einem kleinen Küstenort, der jedoch sehr schön war und wo wir am Abend nach dem Essen noch eine schöne Party mit Goon am Strand feierten :-)
9. Dezember 2010: Unser übliches „kalter Toast mit Marmelade“-Frühstück wurde diesmal dadurch bereichert, dass eine Radiomitarbeiterin auf dem Strandparkplatz Brötchen und Milchshakes verteilte...eigentlich zwar nur gegen eine kleine Spende, aber da wir anscheinend hilfsbedürftig aussahen, haben wir es auch ohne bekommen. Auf unserer Weiterfahrt nach Mackay, die etwa vier Stunden dauerte, durchfuhren wir wieder sehr interessante Landschaften, die mich an afrikanische Savannen aus dem Fernsehen erinnerten. In Mackay statteten wir zunächst wieder der Touristeninformation einen kleinen Besuch ab, klapperten zwei potenzielle Schlafplätze ab, aber im Endeffekt übernachteten wir nach einem kurzen Barbesuch auf dem Parkplatz der Touristeninformation, obwohl sich dort am Abend anscheinend die örtliche Möchtegern-Tuning-Szene versammelte und ordentlich Radau machte.
10. Dezember 2010: Nach dem Frühstück begaben wir uns zur örtlichen Lagune (da man wegen der Quallen an den Küsten Nord-Queenslands ja nicht ins Meer darf) und nachdem wir uns dort erfrischt hatten, besuchten wir noch das ArtCenter Mackay, das jedoch todlangweilig war, was wir ihnen auch eiskalt ins Gästebuch schrieben ;-) Von dort fuhren wir weiter nach Airlie Beach, von wo unser Segeltrip um die Whitsunday Islands am nächsten Tag starten sollte. Beim Veranstalter musste wir noch einchecken und bekamen einen kleinen Beutel, in den wir unser Gepäck für die nächsten zwei Tage packen sollten, da für mehr Gepäck anscheinend kein Platz an Bord wäre. Den Rest unseres Gepäcks und unserer Wertsachen konnten wir im Reisebüro lagern und nach einem Rundgang durch Airlie Beach machten wir noch eine Didgeridoo-Stunde mit, die sehr lustig war, und nach dem  abendlichen BBQ parkten wir unser Auto in einer Seitenstraße für die Nacht.
11. Dezember 2010: Am Morgen spazierten wir mit unserem Gepäck zum Hafen, wo wir etwas verspätet empfangen und auf das Segelboot, die „Waltzing Matilda“, gebracht wurden. Nach ein paar Sicherheitsbelehrungen begann unsere Reise Richtung Tongue Bay, von wo aus wir zur ersten Insel gebracht wurden. Dort wanderten wir zunächst zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen hervorragenden Blick auf den Whiteheaven Beach hatte, einem sehr bekannten Strand mit so klarem und weißem Sand, dass sich die NASA den Sand für die Produktion einzelner Bestandteile für das Hubble-Teleskop sicherte. Auf der Insel trafen wir noch Claudia, die auch an der USC studiert hatte, und nach zwei Stunden am Traumstrand, ging es wieder aufs Boot. Da der Wind etwas zugelegt hatte, wurden die Segel gesetzt und wir segelten in eine Bucht, um dort auf ruhigem Wasser zu Abend zu essen und die Nacht zu verbringen. Am Abend saßen wir noch lange auf Deck und nach der dritten Verwarnung von Caiptan Locky gingen wir dann auch irgendwann in unsere Kajüten.
12. Dezember 2010: Nach einem etwas mickrigem Frühstück fuhren wir am Tag darauf aus der Bucht zu unserem ersten Schnorchelspot. Nach einer kurzer Einweisung mussten wir wieder die Stinger Suits, die vor den Quallen schützen sollen, und Taucherbrille mit Schnorchel an und danach wurden wir mit dem Beiboot zum Riff gebracht, das vielleicht maximal 2 Meter unter der Wasseroberfläche lag. Gemütlich trieben wir dann auf dem Wasser und konnten so viele verschiedene Fische und Korallen bestaunen...einfach unglaublich. Wir besuchten noch einen weiteren Spot, allerdings wurde das Wetter schlechter und so verschlechterte sich auch die Sicht unter Wasser, aber trotzdem war auch das zweite Schnorcheln ein Erlebnis. Nach dem Mittagessen begann dann aber der blanke Horror, da mittlerweile ein Unwetter herrschte und wir drei Stunden bei Regen und hohem Wellengang auf dem Boot bis Airlie Beach verbringen musste. Bei einer Dänin setzte auch die Seekrankheit ein und sie verbrachte den Rest der Fahrt an der Reling am Ende des Schiffes und ließ sich die vergangenen Tage nochmal durch den Kopf gehen. Zum Glück überstanden wir die Fahrt weniger angeschlagen und konnten am Abend noch eine Afterparty mit den Leuten vom Boot im „Beaches“ bei guter Livemusik feiern.
13. Dezember 2010: Um 5:30 Uhr stand ich an diesem Morgen schon auf und konnte schon aus der Ferne sehen, wie ein Ranger andere Camper des Platzes verwies. Deswegen weckte ich Fabi und Bina schnell und wir verschwanden, bevor uns irgendwas angelastet werden konnte. Es war mal wieder schon früh morgens sehr warm, weswegen wir auch der Lagune in Airlie Beach einen Besuch abstatteten und danach trennte ich mich von meinem ersten Handtuch, da ich sowieso zu viel Gepäck für die Inlandsflüge haben würde. Später machten wir uns auf den Weg nach Townsville und auf dem Weg stoppten wir an einer Tankstelle im Nirgendwo, um dort bei glühender Hitze auch noch im Van Nudeln zu kochen, wodurch darin natürlich ein prima Klima herrschte. Bei der Touristeninformation von Townsville wurde uns diesmal sehr nett geholfen und so fuhren wir dort auf den Castle Hill, von dem man eine super Aussicht über die nähere Umgebung hatte. Selbst in den Pools in Strandnähe wurde sogar vor Quallen gewarnt, da diese auch durch die Filter des Meereswassers gelangen könnten, aber das Risiko sind wir gar nicht mehr eingegangen. Die Nacht verbrachten wir zum ersten Mal auf einem offiziellen kostenlosen Campingplatz in Saunders Beach, der aber auch nicht viel zu bieten hatte.
14. Dezember 2010: Nach dem Frühstück sind wir wieder zurück nach Townsville gefahren, da Bina zum Arzt musste, weswegen ich den Vormittag in der Hitze in Strandnähe verbrachte und die dortigen Duschen regelmäßig zum Abkühlen nutzte. Als nächstes machten wir uns auf den Weg nach Mission Beach und in der dortigen Touristeninformation sahen wir zum ersten Mal die gefährlichen Quallen, die in Gläsern zur Demonstration eingelegt waren. Im Hostel nebenan buchten wir unsere Skydivingabenteuer für den nächsten Tag und durften quasi zur Belohnung die Nacht in einem kühlen Hostelzimmer verbringen, was nach den vielen Tagen im stickigen und engen Bus ein purer Luxus war.
15. Dezember 2010: Um 9 Uhr sollten wir an der Skydivingzentrale sein und dort mussten wir zunächst einmal einige Formulare ausfüllen, z.B. dass wir uns bewusst waren, dass Skydiving ein gewisses Risiko birgt. Allerdings war der Laden etwas unorganisiert und so wurden uns erst gegen 11:30 Uhr unsere Sprungpartner zugeteilt mit denen wir zum etwa 20 Minuten entfernten Flughafen in Tully fuhren. Dort setzte erst einmal ein kräftiger Regenschauer (es ist nun mal Regenzeit in den Tropen) ein, der unseren Start weiter verzögerte, aber nach 15 Minuten konnten wir uns dann endlich ins Flugzeug setzen und es ging ab in die Luft. Komischerweise war ich die ganze Zeit gar nicht so aufgeregt, selbst als in etwa 5000m Höhe die Tür aufging, und ich nach Fabi und Bina als drittes aus dem Flugzeug sprang...einfach nur ein unglaublich cooles Gefühl dieser freie Fall. Als nach 60 Sekunden dann aber der Fallschirm geöffnet wurde, wurde mir schon etwas anders und war froh, als ich nach ein paar weiteren Minuten wohlbehalten am Boden wieder ankam. Der Sprung wurde auch auf Video aufgenommen, welches ich euch in Deutschland gerne einmal zeigen kann.  Am gleichen Tag fuhren wir noch weiter nach Innisfail, das eigentlich nichts zu bieten hatte, weswegen wir dort ein letztes Mal grillten und danach auf dem McDonald's Parkplatz die Nacht verbrachten.
16. Dezember 2010: Die letzte Etappe unseres Roadtrips führte uns an drei Wasserfällen, Bananen- und Teeplantagen vorbei. Auch Schnabeltiere hätten wir fast zu sehen bekommen, allerdings war das anwesende Personal der Anlage unter 13 Jahre alt und konnte uns dementsprechend nicht weiterhelfen. Am Mittag erreichten wir dann endlich Cairns, checkten im etwas heruntergekommenen Hostel ein, in dem auch drei Deutsche waren, die wir auf der „Waltzing Matilda“ kennengelernt hatten, räumten den Camper aus und brachten ihn zurück zum Vermieter. Abends gab es zweimal umsonst Abendessen in zwei verschiedenen Bars in Cairns, da wir sowohl vom Hostel als auch vom Reisebüro Gutscheine bekommen hatten. Und die erste Nacht in Cairns begann auch wieder vergleichsweise früh, da wir unseren Camperrhythmus wohl noch etwas länger in uns haben werden.
17. Dezember 2010: Eine Woche bis Weihnachten bedeutet das und hier ist es einfach viel zu warm. Nach einigen Stunden an der Tastatur komme ich nun zum Ende und hoffe, ihr habt einige interessante Sachen zu lesen bekommen. Bilder gibt es natürlich wieder in meinem Webalbum und das Video vielleicht auch bald auf Facebook, obwohl die Internetverbindung das hier wohl nicht zulassen wird. Gleich gibt es vom Hostel aus ein all-you-can-eat-BBQ und mal gucken, was der Abend sonst noch so bringen wird.

Habt ein schönes Wochenende und verwahrt etwas Schnee im Gefrierfach auf bis ich wieder da bin :-)

Roman

Freitag, 3. Dezember 2010

Danke und auf Wiedersehen Sippy Downs...


138 Tage habe ich in diesem Nest gewohnt, ein komplettes Semester an der USC hinter mich gebracht, etliche Partys gefeiert, hunderte neue Leute aus der ganzen Welt kennengelernt und mit dem Großteil davon Freundschaften geschlossen, neue Sportarten gesehen und ausprobiert, zahlreiche Stunden am Pool und am Meer verbracht, wunderbare Erfahrungen gesammelt...und jetzt heißt es Abschied nehmen. Da weint das eine Auge, weil eine tolle Zeit vorbei ist, aber das andere lacht, denn es stehen noch so viele spannende Sachen auf dem Programm bis ich im Februar ins eisige Deutschland zurückkehre. Dazu aber später mehr, denn jetzt werde ich erst noch auf die letzten drei Tage zurückblicken und möchte dabei auch noch auf ein neues Fotoalbum hinweisen, dass ich beim letzten Blogeintrag noch nicht fertig hochgeladen hatte.

Nach der Party am Dienstag im Fridays, die nochmal richtig gut war, sind wir noch einige Zeit durch Mooloolaba gelaufen, da die Dönerbude am Strand leider schon geschlossen hatte, und wir deswegen in die komplett andere Richtung zu McDonald's laufen mussten. Gestärkt stiegen wir dann ein letztes Mal ins Maxi-Taxi und im einsetzenden Regen, während es draußen allmählich wieder hell wurde, ging ich die letzten Schritte bis ins Wohnheim.
Auf 11 Uhr hatte ich mir wieder den Wecker gestellt, um auch noch etwas vom nächsten Tag zu haben, allerdings regnete es am Mittwoch fast durchgängig in Strömen und so habe ich mich bereits ans Packen meiner Sachen begeben, das Paket und die Unterlagen für die Versendung nach Hause fertig gemacht, meinen Flug von Perth nach Adelaide und die Ayers Rock Tour gebucht, gewaschen, Bilder bearbeitet und vieles mehr. Als ich abends im Dunkeln vom Drucken aus der Uni kam hat mich noch ein großes Känguru ziemlich erschreckt, dass nur zwei Meter neben mir am Grasen war, aber zum Glück sind die Tiere ja weitestgehend an Menschen gewöhnt. Ich hatte es vorher gar nicht bemerkt, da es ansonsten zu dieser Jahreszeit draußen ziemlich laut ist, da überall Frösche und sonstiges Getier ihre Laute von sich geben und durch die Gegend hüpfen.
Die Nacht auf Donnerstag wurde etwas früh unterbrochen, da der Schlüssel meiner Bude in Remagen abgebrochen war und meine Eltern mich um 5:16 Uhr anriefen, um zu fragen, wo denn der Ersatzschlüssel sei. Danach habe ich wenigstens noch zweieinhalb Stunden geschlafen, dann mit Gerrit geskypt und um 9 rief dann bereits der Mann von Seven Seas an, der mein Paket abgeholt hat, das inzwischen auf dem Weg nach Deutschland sein sollte...bin mal gespannt, wann das tatsächlich ankommt und was der Zoll dazu sagt. Den restlichen Tag habe ich größtenteils mit dem Aufräumen meiner Bude und mit Packen verbracht und am Abend trafen die in UniCentral übrig gebliebenen Deutschen und Österreicher ein letztes Mal im Pavillon, da wir heute alle in größtenteils verschiedene Richtungen aufbrechen.
Heute bin ich dann wieder früh raus, um mich um das Kapitel UniCentral und USC endgültig abzuschließen. Außerdem habe ich mir nochmal einen Haarschnitt verpassen lassen, damit ich während des Roadtrips mir darum schon mal keine Gedanken machen muss. Inzwischen sind Bina und Fabi auch aus Brisbane zurückgekehrt, wo sie unseren Campervan abgeholt haben, den wir gleich erst noch beladen müssen und dann geht es tatsächlich los, allerdings heute wahrscheinlich noch nicht so weit, da das Wetter für die nächsten Tage nicht so gut angesagt ist und wir Fraser Island lieber bei Sonnenschein besuchen würden. Deswegen werden wir uns gleich zunächst noch bei Woolworths eindecken und dann wahrscheinlich bis Noosa fahren und dort die erste Nacht im Auto verbringen.
Die Reiseplanung für die nächsten zwei Monate steht eigentlich schon grob und zwar müssen wir bis zum 16. Dezember in Cairns angekommen sein, um den Campervan wieder abzugeben. Danach verbringen wir eine Woche im Hostel in Cairns und fliegen von dort am 23. Dezember nach Sydney, wo wir bis zum 2. Januar bleiben werden. Dann trennen sich die Wegen von Fabian, Bina und mir und ich werde mit dem Bus nach Canberra fahren und am 4. Januar wieder zurück nach Sydney düsen. Dort setze ich mich dann am 5. Januar in den Indian Pacific Zug und komme am 8. Januar in Perth an der Westküste Australiens an. Von dort werde ich am 14. Januar nach Adelaide fliegen und am 23. Januar treffe ich mich mit Fabi und Bina wieder in Melbourne. Wie ich dort hinkomme ist noch nicht ganz klar, aber das bekomme ich schon noch organisiert. In Melbourne bin ich dann erst einmal bis zum 3. Februar, denn dann fliege ich noch nach Alice Springs für eine kleine Outbacktour zum Ayers Rock und am 8. Februar geht’s wieder zurück nach Melbourne. Nach zwei Nächten dort, werde ich am 10. Februar endlich in den Flieger Richtung Heimat steigen und am 12. Februar in Frankfurt landen. Wenn das mal nicht ein Plan ist...jetzt brauche ich nur noch die Bestätigung der Visumverlängerung, ansonsten wäre ich etwas aufgeschmissen :-)
Das war dann wohl nun mein letzter Beitrag aus Sippy Downs und wie es mit dem Internetzugang in den nächsten zwei Wochen aussieht, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Ich werde natürlich versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten und ab Cairns sollte die Internetverbindung auf jeden Fall wieder bestehen.
Macht es gut, habt eine besinnliche Vorweihnachtszeit und passt mir gut auf den glatten Straßen auf :-)

Roman