Hallo zusammen!

Herzlich willkommen auf meinem Blog, den ich anlässlich meines mittlerweile vergangenen Auslandssemesters an der University of the Sunshine Coast, Queensland, Australien zwischen Juli 2010 und Februar 2011 angelegt hatte. Darin habe ich euch hoffentlich nicht zu ausführlich von meinen Erlebnissen und Eindrücken vom anderen Ende der Welt berichtet und auch die ein oder anderen Fotos hochgeladen. Über Nachrichten und Kommentare von euch würde ich mich natürlich sehr freuen und wünsche euch hiermit viel Spaß beim Lesen und Stöbern in diesem Blog!

Roman

Donnerstag, 31. März 2011

Seelscheid...


…hat mich wieder!!! Es ist so schön wieder zuhause zu sein, aber irgendwie vermisse ich jetzt schon ein wenig die unvergessliche Zeit in Australien. Sieben Wochen ist mein letzter Blogeintrag nun schon alt, aber der Vollständigkeit halber möchte ich noch die letzten Stunden meiner sieben Monate außerhalb von Deutschland zusammenfassen :-)
Am Tag vor der Abreise habe ich noch bis 20 Uhr durchgehalten und dann 12 Stunden durchgeschlafen, was mein Körper schon den ganzen Tag gefordert hatte. Am Donnerstagmorgen gab es ein letztes Mal Pancakes im Hostel, danach wurde alles zusammengepackt und irgendwie habe ich es auch problemlos in die beiden Rucksäcke bekommen. Danach wurden die letzten Emails aus Australien geschrieben, dabei das sehr torreiche NHL-Spiel zwischen Boston und Montreal (8:6) geguckt, ein letztes Känguru-Steak gebraten und nochmal im Albert Park vorbeigeschaut, wo mittlerweile wenigstens zu erkennen war, dass dort fünf Wochen später ein großes Rennen stattfinden würde. Gegen 18:30 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zur Southern Cross Station gemacht, von wo aus der Skybus zum Flughafen Tullamarine alle zehn Minuten fährt. Glücklicherweise hatte ich mich noch dazu überwunden, ein Ticket für die wenigen Stationen mit der Tram zu kaufen, denn wie es der Zufall so wollte, wurden alle Fahrgäste an der Southern Cross Station kontrolliert…und ich konnte mit einem riesigen Grinsen im Gesicht mein Ticket zeigen :-) Der Skybus brachte uns anschließend zum Flughafen, wo wir schnell eincheckten und nach der Sicherheitskontrolle offiziell aus Australien wieder ausreisten…ein simpler Stempel neben den Einreisestempel vom 15.7.2010 und damit war dieses Kapitel für die australischen Behörden abgeschlossen. Nun mussten wir nur noch etwa eine Stunde auf das Boarding warten und in der Zwischenzeit wurden die letzten australischen Dollars für Junkfood ausgegeben. Gegen 22:30 Uhr hoben wir dann mit Flug EK 407 in einer Boeing 777-300 vom australischen Boden ab und wer weiß, wann ich diesen das nächste Mal betreten werde…zurückkehren möchte ich auf jeden Fall!!!
Im Flugzeug genossen wir den Service von Emirates, die große Filmauswahl, das gute Essen und dank Schlafmaske und eines freien Platzes neben mir konnte ich tatsächlich einen Großteil der Flugzeit schlummern. Einem älteren Mann in der Reihe vor mir ging es allerdings nicht so gut; er klagte über Schmerzen am Herz und Unwohlsein, bekam zusätzlichen Sauerstoff und musste sich öfters übergeben…glücklicherweise war es aber anscheinend doch nichts Ernstes. Gegen 5 Uhr am Freitagmorgen landeten wir in Dubai, wo wir drei Stunden Aufenthalt hatten, die jedoch recht schnell vergingen. Dann ging es auf die letzte Etappe meines siebenmonatigen Abenteuers: den Flug von Dubai nach Frankfurt, auf dem ich ein bis zwei weitere Stunden schlief und dadurch topfit in Frankfurt landete. Dort hatte ich bereits das erste Erlebnis, das mich die freundlichen Menschen in Australien vermissen ließ. An der Passkontrolle gab ein muffeliger Bundespolizist bekannt, dass sein Computer nicht mehr funktioniere, woraufhin ein genervter Reisender nur „Oder vielleicht WILLST du einfach nur nicht arbeiten“ zu sagen hatte. Damit war ich wieder auf deutsche Verhältnisse geerdet :-) Glücklicherweise gehörten unsere Gepäckstücke zu den ersten, die über das Gepäckkarussell liefen, und die Kollegen am Zoll waren auch mit Privatgesprächen beschäftigt, sodass ich wenige Augenblicke später Mama und Papa nach sieben und Gerrit nach fünf Monaten wieder in die Arme schließen konnte…ein schönes Gefühl. Danach gab es ein ziemlich spätes Mittagessen und wenige Stunden später stand ich schon wieder in „meiner“ Turnhalle am Tischtennistisch…und es klappte erstaunlich gut dafür, dass ich monatelang nur sporadisch trainiert hatte. Danach ging es in unsere Stammkneipe und dort wurde ich von vielen bekannten Gesichtern aus dem Verein überrascht, da meine Familie eine kleine Willkommensparty für mich organisiert hatte, über die ich mich natürlich sehr gefreut habe…und bei Kölsch und Mettbrötchen wurde bis spät in die Nacht gefeiert und erzählt :-)
Am darauffolgenden Montag habe ich dann auch schon wieder meine Bude in Remagen bezogen, die ich mittlerweile auch etwas mit Erinnerungsstücken aus Australien dekoriert habe. Darüber hinaus begann direkt wieder mein Unialltag als studentische Hilfskraft am RAC, viele Freunde habe ich schon wiedergetroffen, stundenlang Bilder gezeigt und kommentiert, Karneval in Köln und Seelscheid wurde ebenso gefeiert wie die Silberhochzeit von Tante Christiane und Onkel Bernd. Damit bin ich nun also wirklich vollständig in Deutschland angekommen…mittlerweile weiß ich auch wieder, wie ich richtig über die Straße laufe und den Blinker habe ich nur einige wenige Male zu Beginn mit dem Scheibenwischer verwechselt :-)
Inzwischen hat auch mein sechstes Semester am RAC begonnen, bei der Einführungsveranstaltung für die Erstis am Montag habe ich ein wenig über meine Zeit in Australien berichtet und im Laufe des Semesters wird es bestimmt noch die ein oder andere Infoveranstaltung zum Studium an der USC geben.
Zum Schluss meines wirklich letzten Blogeintrages zu meinem Auslandssemester an der Sunshine Coast möchte ich noch einigen Menschen danken: allen voran meinen Eltern, dir mir dieses Studium ermöglicht und mich in all meinen Vorhaben unterstützt haben, meinem Bruder Gerrit, der mich immer auf dem Laufenden gehalten und sogar zwischendurch besucht und heute auch noch Geburtstag hat (Alles Gute nochmal!), meinen „neuen“ Freunden, die die Zeit in Australien unvergesslich gemacht haben, meinen „alten“ Freunden, die mich wieder freudig in Deutschland erwartet haben, Barbara von Sprachen/Internationales, die sich so sehr um meine Bewerbungen an der USC und bei Stipendiengebern bemüht hat, und allen anderen Menschen, die immer oder jedenfalls ab und zu meinen Blog gelesen haben.

Advance Australia Fair!!!