So lautete die offizielle Bezeichnung der vergangenen Woche, aber ob es sich dabei um eine Pause vom Studieren oder fürs Studieren handeln sollte, war uns leider nicht mitgeteilt worden. Ich habe nach der vielen Arbeit der vergangenen Wochen mich für eine Pause vom Studieren entschieden und dies auch bisher nicht bereut ;-)So begann der Dienstag mit einem klaren Zweisatzsieg im Tennis gegen Felix, danach habe ich mit Maren und Denise unser Event Management Assignment mit den Kommentaren des Professors abgeholt und beim Café C gemütlich einen Kaffee getrunken, mich in der Bibliothek wieder auf den Stand der Dinge in Sachen Fußball Bundesliga gebracht, Bilder in meinem Webalbum verkleinert, da ich dort bereits die Kapazitätsgrenze von einem Gigabyte erreicht habe und in den nächsten drei Monaten ja bestimmt noch einige Bilder hinzukommen werden. Am Abend ging es zunächst auf eine kleine Vorparty bei Anika und Viola und von dort führte uns der Weg wie so häufig in letzter Zeit ins Fridays in Mooloolaba, weswegen ich die Partys dort in naher Zukunft auch mal zu meiden versuchen werde.
Am Mittwoch habe ich nach langem Schlaf zunächst die NBA-Niederlage der Miami Heat mit ihren drei neuen Superstarts gegen die Utah Jazz geguckt, da wir dank der TV-Box von Caitlin jetzt diesen tollen australischen Sportsender ONE empfangen, der die NBA und NFL live und ein Spiel der Bundesliga am Sonntag zeitversetzt überträgt. Anschließend wurde noch etwas für das Beachvolleyball-Turnier am Freitag trainiert, gekocht, Fernsehen geguckt und dann auch schon wieder schlafen gegangen…also die Tage in dieser Woche flogen wirklich einfach so vorbei und ich konnte mich nicht dagegen wehren.
Am nächsten Morgen, dem 11.11.2010 (auch noch Robert’s Geburtstag, den wir die letzten beiden Jahre bei bestem Wetter auf dem Heumarkt in Köln zelebriert hatten), begab ich mich ganz unkarnevalistisch in die Bibliothek, um wieder Bilder zu verkleinern und mich über die Visumverlängerung zu informieren, die ich jetzt erst nach meinen beiden Klausuren vornehmen darf, da ich dafür ein Dokument vorlegen muss, dass ich das Semester auch ordnungsgemäß zu Ende gebracht habe. Um 11 Uhr gab es dann auf einmal eine Schweigeminute, deren Sinn mir mein Tischnachbar in der Bibliothek netterweise erklärte: in allen Commonwealth-Ländern wird nämlich „zur elften Stunde am elften Tage im elften Monat“ den Opfern des Ersten Weltkrieges und dessen Kriegsende im Jahre 1918 gedacht – der sogenannte Remembrance Day. Nachmittags habe ich mir beim Tennis den nächsten klaren Sieg gegen Raphael abgeholt, danach noch mit einigen Amerikanern Basketball gespielt, wobei ich mir natürlich da erstmal deren Respekt als nicht-basketballspielender Deutscher erarbeiten wollte und dementsprechend mich gut bewegen musste, aber zum Glück auch fast zu Beginn direkt zwei Würfe in Folge aus dem Feld versenken konnte. Dementsprechend war ich danach erschöpft, hatte Kopfschmerzen und war zu nichts mehr zu gebrauchen ;-)
In der Nacht auf Freitag war Suzanne von ihrem Trip zum Ayers Rock zurückgekehrt und hatte prompt ihren iPod mitgewaschen, aber dass das mal passieren würde, hatte ich nie bezweifelt und deshalb war ich auch nicht sonderlich überrascht. Um 13 Uhr begann dann das Beachvolleyball-Turnier auf dem Beachvolleyball-Platz in Varsity, das Mathias aus Österreich noch recht aufwendig organisiert hatte mit BBQ, Musik und allem, was sonst dazu gehört. Ich habe zusammen mit Pedro aus Mexiko gespielt und die ersten beiden Runden konnten wir auch noch relativ problemlos gewinnen. Nach fast drei Stunden Pause ging es dann im Viertelfinale gegen die beiden Ösis Matthias und Paul, die beide regelmäßig bzw. sogar im Verein spielen. Es entwickelte sich eines der besten Spiele des Tages mit langen und spannenden Ballwechseln, Pedro war bei uns am Netz fürs Blocken und ich für das Abdecken des restlichen Feldes zuständig, aber leider verloren wir auch den zweiten Satz knapp mit 17:15 und mussten dementsprechend auf die Verliererseite des doppelten-KO-Systems. Dort war dann beim nächsten Spiel irgendwie die Luft bei uns raus, sodass wir den Einzug ins Halbfinale knapp verpassten, aber dennoch hat das ganze Turnier sehr viel Spaß gemacht, da eine Mischung aus Sonne, Sport, netten Leuten, einem Pool und kühlen Getränken einfach perfekt ist :-)Am Tag darauf bin ich mit Denise, Maren, Sandra und Jochen zum Eumundi Market gefahren, einem großen und in der Gegend sehr bekannten Markt in der Nähe von Noosa. Dort habe ich auch ein Didgeridoo gesehen, das ich mir vielleicht kaufen werde, allerdings darf es beim Verschiffen mit der australischen Post nach Deutschland maximal einen Meter lang sein, weswegen ich mich dort in den nächsten Wochen nochmal umgucken muss. Nach zwei Stunden auf dem Markt sind wir mit dem Bus weiter nach Noosa gefahren, wo wir die 20-minütige Wartezeit auf den nächsten Bus am Strand verbracht haben, bevor es danach mit zwei weiteren Bussen nach Buderim (einem kleinen Ort direkt um die Ecke von Sippy Downs) ging. Dort besichtigten wir den Buderim Forest Park, in dem es einen kleinen Wasserfall gibt und nachdem wir diesen gesehen hatten, machten wir uns nach einem erlebnisreichen Tag wieder auf den Weg nach Hause.
Am Sonntag stand ich früh auf, um auf ONE Wolfsburg gegen Schalke zu gucken, danach mit Gerrit zu skypen und über den völlig unerwarteten Sieg gegen ESV Bonn informiert zu werden (Super Jungs!!!). Nachdem ich etwas länger zu Fuß einkaufen war, ging es fast schon wieder in die Kirche und danach kam ja quasi auch schon das Formel 1 Rennen, das ich mir zusammen mit Steffen bei einem kalten Bierchen anschaute und froh war, dieses Stück deutscher Sportgeschichte nicht verpasst zu haben. Schade war einfach nur, dass die australischen Reporter natürlich nicht so begeistert über Vettels Sieg waren, da sie immer noch auf den ersten australischen Titel seit 30 Jahren hofften…Kai Ebel, Niki Lauda und die anderen Spezialisten von RTL hätten die Übertragung für mich auf jeden Fall sehenswerter gemacht.
Damit war dann der Study Break auch schon wieder vorbei und jetzt habe ich noch eine ganze Woche um mich auf meine beiden Klausuren vorzubereiten. Heute habe ich übrigens wieder nichts geschafft, da ich den Australia Zoo besucht habe, worüber ich euch aber im nächsten Eintrag berichten werde. Vorab wird es aber schon Fotos vom Zoobesuch geben, genauso wie natürlich von der vergangenen Woche mit einigen guten Studien vom Beachvolleyball-Platz ;-)Habt eine wunderbare Woche!
Roman
Mannomann, deine Bilder lassen einen wirklich neidisch werden! So langsam kündigt sich ja offensichtlich der Sommer bei euch an, was auch auf den Fotos unschwer zu erkennen ist. Beachvolleyball-Turnier und Ausflüge zum Strand passen jedenfalls hervorragend dazu, und ich bekomme fast Lust, demnächst nochmal wieder in Australien vorbeizuschauen. Hättest du mir das eigentlich nicht mal vorher sagen können, dass es bessere Reisemonate als den September gibt?! ;-)
AntwortenLöschenIch gönne dir diese tolle Zeit und das phantastische Wetter dennoch von Herzen und hoffe, dass du nun die eine Lernwoche und die anschließenden Klausuren noch gut überstehst, bevor du dich dann endlich auf deine lang ersehnte Tour d'Australie begeben kannst!
Liebe Grüße aus dem herbstlichen Rheinland!
Gerrit